Challenge Me – Was du über Challenges wissen solltest

Zur Zeit ist viel los in meinem Postfach. Täglich erreichen mich mehrere E-Mails mit Aufgaben, die ich gefälligst sofort zu erledigen habe. Und warum? Weil ich mal wieder an einer Challenge teilnehme. Genauer gesagt nehme ich derzeit an 3 Challenges gleichzeitig teil – und betreue selbst zwei eigene Challenges. Verrückt, oder? Ich mag Challenges aber. Warum, das erfährst du jetzt.

Was ist eine Challenge?

Wenn du auf Facebook sehr aktiv bist oder viele Newsletter von Coaches abonniert hast, dann sind sie dir sicher schon aufgefallen. Einladungen zu Challenges aller Art. Doch was genau steckt dahinter und was bringt es mir?
Eine Challenge geht über einen festgelegten Zeitraum. Sie kann nur 7 Tage dauern oder 21 oder einen Monat. Manchmal geht sie über mehrere Wochen oder einen Zeitraum wie die Fastenzeit. Jede Challenge widmet sich einem bestimmten Thema. Entrümpeln, Facebook-Marketing, Netzwerken … Ich selbst betreue zur Zeit eine Schreibchallenge, bei der es darum geht, im Februar jeden Tag eine bestimmte Zahl an Wörtern zu schreiben. Oder die Clean Eating Challenge über die gesamte Fastenzeit hinweg, bei der ich mit der Ernährungsberaterin Silke Heitz von liebergesund.com eine kleine Gruppe bei einer Ernährungsumstellung unterstütze.

Wie läuft das ab?

Die meisten Challenges sind gratis. Du „zahlst“ meistens mit deiner E-Mail-Adresse und bekommst während der Challenge jeden Tag eine Aufgabe ins Postfach. In Verbindung mit der Challenge gibt es oft auch eine Facebook-Gruppe, in der die Teilnehmer ihre Ergebnisse präsentieren, sich austauschen oder Fragen stellen können. Manchmal bietet der Organisator oder die Organisatorin auch Zugang zu einem geschützten Mitgliederbereich, in dem man die Aufgaben nachlesen und abhaken kann. Die täglichen Impulse bestehen mitunter auch aus Videos oder Audios. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Manche Challenges sind nicht kostenlos. So wie die Clean Eating Challenge, die gerade stattfindet. Warum? Weil es hier um wirkliches Expertenwissen geht und eine intensive, persönliche Betreuung beinhaltet. Und manchmal brauchen die TeilnehmerInnen auch einen zusätzlichen Anreiz zum Durchhalten. Aber die meisten Challenges sind kostenfrei, denn die Organisatoren nutzen sie, um ihr Netzwerk und ihre Reichweite zu erweitern bzw. um als Experte wahrgenommen zu werden.

Wozu macht man da mit?

Natürlich hat jeder eigene Gründe für die Teilnahme an einer Challenge. Der Hauptgrund liegt meiner Meinung nach aber im Wunsch, etwas Neues zu lernen und sich persönlich und berufliche weiterzuentwickeln. Dabei ist es bequem und praktisch, wenn das Wissen in kleinen Lernhäppchen täglich in die Mailbox flattert. Dazu kommen oft praktische Übungen und der Austausch in der Gruppe. Wer aktiv teilnimmt, der wird auch wirklich etwas lernen und wer bis zum Schluss durchhält, beendet die Challenge mit einem Erfolgserlebnis. Das gibt Energie und Schwung und wenn es gut läuft, gewinnt man selbst neue Kontakte und erweitert sein Netzwerk. Challenges sind deshalb toll, weil man sich über einen bestimmten Zeitraum täglich mit einem konkreten Thema beschäftigt. Das hilft beim Festigen des Wissens oder – wie bei der Schreibchallenge – beim Erlernen neuer Gewohnheiten.

Gibt es Nachteile?

Zur Zeit sind Challenges sehr in Mode. Und es sind viele, sehr interessante Herausforderungen. Da will man am liebsten überall mitmachen. Wenn du ein Mensch bist, der diese Challenges aus vollem Herzen annimmt und immer versucht 100% zu geben, dann kann das sehr schnell in Stress ausarten. Vor allem, wenn es mehrere Challenges gleichzeitig sind. Und Stress ist niemals gut. Auch nicht der sogenannte positive Stress. Die Gefahr, dass du nicht durchhältst, ist groß. Und das lässt dich mit einem Gefühl des Versagens zurück. Weil das mehr als kontraproduktiv ist, solltest du dir gut überlegen, ob du wirklich teilnehmen möchtest und was dir die Challenge am Ende bringt. Aber vielleicht bist du auch ein Mensch, der einfach nur Informationen aufnehmen und gar nicht so intensiv mitmachen möchte, dann bringt dir die Challenge nicht ganz so viel, aber du lernst doch etwas dabei, auch wenn das Wissen sich so natürlich nicht richtig festigen kann.

Auf einen Blick

Du weißt noch nicht, was du von Challenges halten sollst oder ob du von den vielen Angeboten genervt oder angetan bist? Hier noch einmal eine kurz Entscheidungshilfe:

 

Challenges
  • vermitteln Wissen in kleinen Häppchen und/oder
  • helfen beim Erlernen neuer Gewohnheiten
  • können dein Netzwerk erweitern
  • helfen dir durch tägliches Erinnern beim Dranbleiben
  • können in Stress ausarten,
  • dir ein ungutes Gefühl vermitteln, wenn du nicht bis zum Ende durchhältst oder
  • dir ein Erfolgserlebnis verschaffen.
Nimmst du die Herausforderung an?
Ich werde weiterhin Challenges anbieten. Mal ernsthafte, mal ungewöhnliche, mal kreative, mal praktische, mal mit und mal ohne Experten, mal lange und mal kurze. Vielleicht benenne ich sie auch um. In Missionen für Komplizen. Was hältst du davon?
Und was sind deine Erfahrungen mit Challenges?
Für alle, die selbst gerne einmal eine Challenge organisieren möchten, habe ich auch eine Facebook-Gruppe gegründet. Du darfst gerne mitmachen, dich inspirieren lassen und auf Suche nach Kooperationspartnern gehen.
Posted in Komplizenwissen.

2 Comments

  1. Liebe Katja,

    ich bin bekennende Challengerin und habe bereits an einigen teilgenommen. Unter anderem auch an Deiner Schreib-Challenge. 🙂

    Ich habe immer sehr viel gelernt und auch viele neue Menschen kennengelernt, manche wiedergetroffen und Kontakte vertieft.

    Nach meiner Erfahrung ist es sehr mehrwertig an Challenges teilnzunehmen. Man sollte sich in der Tat im Klaren darüber sein, dass es Zeit braucht sich mit den Inhalten zu befassen, um einen Nutzen zu bringen. Das Aufbewahren und später machen von Aufgaben hat sich bei mir nicht so bewährt. Man kommt meist doch nicht zum nacharbeiten und macht sich nur unnötig Druck. Da einige Challenges aber mehrmals kommen, kann man sich beim nächsten Mal mehr Zeit dafür nehmen.

    Ich kann also jedem empfehlen, es einmal für sich selbst zu einem passenden Thema auszuprobieren. Gerade als Solo-Unternehmerin ist da jede Menge Mehr-Wert drin!

    Übrigens reihe ich mich in diesem Jahr auch in die Runde der Challenge-Geber ein und darf meine ersten eigenen Erfahrungen von der anderen Seite aus machen. Das ist aber noch brandheiss. 😉

    Liebe Grüße
    Stephanie Mertens

    • Danke für deinen ausführlichen Kommentar, Stephanie.
      Jetzt hast du mich neugierig gemacht und ich bin sehr gespannt auf deine Challenge. 🙂

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