Namenssuche

Namenssuche mit Erfolg

Seit Ende letzten Jahres nenne ich mich „Erfolgskomplizin“. Lange war ich auf der Suche nach einem Wort für das, was ich der Menschheit anzubieten gedenke. Wie nenne ich mich? Welche Bezeichnung würde sich gut in einem Elevator Pitch machen und beim Gegenüber Neugierde hervorrufen?
Die Idee, ein professioneller Accountability Partner zu sein, hatte ich schon länger. Aber der Begriff ist erstens ziemlich sperrig und zweitens auch nicht sehr sexy. Für deutsche Ohren hört es sich – finde ich zumindest – ein wenig nach Buchhaltung an.

Ich habe trotzdem einfach mal losgelegt.

Ich habe angefangen die Website zu gestalten und zu betexten und dachte, die Eingebung kommt irgendwann. Aber der richtige Schwung hat noch gefehlt. Es ist nämlich so: Wenn ich erst einmal einen coolen, passenden Namen für eine Sache gefunden habe, dann fällt es mir viel leichter, sie auch umzusetzen. Das liegt vielleicht daran, dass ich ein Sprachenmensch bin. Ich kann auch einen Blogbeitrag besser schreiben, wenn ich die Überschrift schon kenne – auch wenn sie sich im Laufe des Schreibprozesses durchaus noch ändern kann.

Die Suche nach einem Namen

Für mein geplantes Business musste also ein Name her. Einprägsam und prägnant. Und – für ein Online-Business wichtig – noch nicht als Domain registriert.
Ich versuchte es mit einer Mind-Map und kritzelte alle möglichen Wörter hin, die mit meinem Vorhaben auch nur ansatzweise etwas zu tun haben. Dann kam noch die Synonymsuche von Woxikon ins Spiel und auch ein English-Online-Wörterbuch. Damit übersetzte ich viele Begriffe hin und her und stieß auf immer mehr Wörter.
Ich fragte mich: Was will ich eigentlich sein? Eine Motivatorin? Ja, eigentlich schon, aber das klingt so nach Tschakkaaaa. Das bin ich nicht.
Ein Coach? Hm. Nein. Irgendwie kann ich mich damit (noch) nicht so recht identifizieren. Diese Spezies Mensch war mir lange irgendwie suspekt. Aber das ist ein anderes Thema.
Eine Dranbleibspezialistin, eine Schweinehunddresseurin, eine Erfüllungsgehilfin? Ja. Sowas in der Richtung. Aber das klingt alles komisch.
Und dann hatte ich eine Eingebung. Vielleicht bin ich auch im Synonymwörterbuch drüber gestolpert, ich weiß es nicht mehr.
Eine Komplizin will ich sein. Menschen bei ihren Vorhaben unterstützen, eingeweiht werden in die Pläne, die ansonsten vielleicht geheim blieben und mich am Ende diebisch über den Erfolg unserer kleinen Verschwörung freuen. Dabei kann ich all mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen und gleichzeitig immer Neues lernen. Das ist doch ideal für eine Scannernatur (LINK) wie mich.
Die Komplizin ließ mich nicht mehr los. Aber etwas genauer durfte es schon sein. Die Suche ging weiter.
Glückskomplizin? Zu abgehoben.
Zielkomplizin? Hä? Nein.
Businesskomplizin?  Zu limitiert auf Arbeit und Selbständigkeit.
Erfolgskomplizin. Ja. Das geht.
Bisher habe ich viele sehr positive Rückmeldungen zu dem Namen bekommen. Nicht jeder mag ihn, aber viele finden ihn ziemlich toll. Ich auch. Aber nicht sofort.

Das Problem mit dem Erfolg

Ehrlich gesagt hatte ich ein Problem mit dem Wort Erfolg. Ich war nie besonders ehrgeizig oder versessen darauf, Karriere zu machen. Mein eigenes Geld verdienen, ja. Einen guten Job machen, ja. Aber erfolgreich sein, so im klassischen Sinne, ganz oben auf der Karriereleiter und mit dickem Bankkonto? Nein. Da habe ich mich nie gesehen. Deshalb war das Wort „Erfolg“ für mich nicht unbedingt sehr positiv besetzt.
Glück und Erfolg, das sind Begriffe, die gerne benutzt werden, um Menschen von einem Angebot zu überzeugen. Und klar, wer will nicht gerne glücklich oder erfolgreich sein. Und für viele Menschen ist Erfolg gleichbedeutend mit Glück. Aber wer kann schon Erfolg und Glück versprechen? Ist das nicht sehr unseriös? Und ist nicht jeder seines eigenen Glückes Schmied?
Und trotzdem fand ich den Namen Erfolgskomplizin passend für das, was ich anbieten möchte. Also fragte ich mich: Was ist Erfolg für mich eigentlich?
Wie so oft ist es eine Sache der Definition. Erfolg macht mich zufrieden. Und zufrieden bin ich nach einem Tag, an dem ich was geschafft habe. Wenn ich meine To-Do-Liste einigermaßen abgearbeitet habe, wenn ich positives Feedback bekomme, wenn ich mir die Zeit für ein Mittagsschläfchen nehmen konnte, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Erfolg hat für mich relativ wenig mit Geld und Macht zu tun. Wenn ich Erfolg auf diese Art für mich definiere, dann kann ich mich vom negativ besetzten Erfolgsbegriff lösen.

Erfolg mit Kleinigkeiten

Ich halte es ja gerne mit dem Spruch „Kleinvieh macht auch Mist.“
Mein Erfolg ist natürlich kein Mist. Und ich bin kein Kleinvieh. Aber ich nehme alles nicht so bitterernst und kann sehr gut über mich selbst lachen. Auch das hilft. Verbissenheit verursacht Kopfschmerzen. Ich freue mich über jedes passende Puzzleteil, über jede kleine Aufgabe, die ich erledigen konnte. Und wenn es mal nicht klappt, dann versuche ich es, mit Humor zu nehmen und verbuche es unter Erfahrung.
Natürlich will man am liebsten mit riesigen Schritten sein Ziel erreichen. Schnell und einfach zum Erfolg? Das gibt es nicht. Glaube ich jedenfalls nicht. Es ist immer Arbeit. Viel Arbeit. Den Unterschied macht die Einstellung zur Arbeit und zu all den vielen kleinen Dingen, die eben getan werden müssen.
Wenn meine Mutter beim „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel mal wieder nur Einsen oder Zweien gewürfelt hat, sagte sie immer: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“
Stimmt. Es ist mühsam. Kleine Schritte sind manchmal frustrierend. Aber meistens kommt man trotzdem an. Und das Eichhörnchen ist auch irgendwann satt.
Kleine Schritte, die dich am Ende des Tages mit einem guten Gefühl zurücklassen, bringen dir auf Dauer Zufriedenheit. Natürlich darfst du dein Ziel nicht aus den Augen verlieren, aber es hilft manchmal ungemein, zurückzublicken auf den Weg, den du schon geschafft hast. Selbst wenn es nur ein halber Meter ist.
Und du? Wie definierst du Erfolg? Und was würdest du gerne erreichen?
Große und kleine Veränderungen sind zu schaffen, wenn du sie in kleinen Schritten angehst. Ich begleite dich gerne.
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